Am 9. Mai 2026 fand in der Stadthalle Gerabronn die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr statt. Stadtbrandmeister Matthias Trumpp eröffnete die Versammlung und gab einen ausführlichen Rückblick auf das Feuerwehrjahr 2025. Mit insgesamt 57 Einsätzen deutlich ruhiger als in den Vorjahren. Neben Einsätzen im Stadtgebiet wurden Überlandeinsätze in Blaufelden, Langenburg, Rot am See und Schrozberg geleistet. Insgesamt kamen dabei 1.048 Einsatzstunden zusammen. Eine Person musste durch die Feuerwehr gerettet werden. Neben den Einsätzen Stand das Jahr im Fokus des Trainings.
Besonders hervorzuheben ist eine groß angelegte Übung im April mit rund einhundert Einsatzkräften von Feuerwehr und DRK im örtlichen Azurit-Seniorenwohnheim, bei der Abläufe und das Zusammenspiel der Organisationen intensiv geübt wurden. In einem anderen Szenario trainierten die Feuerwehrleute die Zusammenarbeit mit der Wasserrettung (DLRG). Dabei wurde ein Unfall an einem Gewässer angenommen. Neben der Ausbildung stellten Stadt und Feuerwehr wichtige strukturelle Weichen für die Zukunft. So wurde in 2025 eine neue Atemschutztechnik eingeführt, die den Einsatzkräften durch einen Überdruck innerhalb der Maske einen erhöhten Schutz vor der Einatmung von toxischem Rauch bietet. Zudem erhielt die Feuerwehr ein Notstromaggregat-Anhänger, um im Falle eines Blackouts das Feuerwehrhaus versorgen zu können. Auch der geplante Ausbau des Feuerwehrhauses Gerabronn im Zusammenhang mit der künftigen Drehleiterbeschaffung wurde weiter vorangetrieben; der Bau ist bereits begonnen und sieht zusätzliche Fahrzeugboxen sowie ein Dieseltanklager zur Sicherstellung der Einsatzfähigkeit im Krisenfall vor. Insgesamt war 2025 damit sowohl ein übungsintensives als auch ein zukunftsweisendes Jahr für die Gesamtfeuerwehr.
Die Abteilung Amlishagen unter Heiko Gutknecht verzeichnete sieben Einsätze, darunter einen Kaminbrand in einem Wohnhaus. Außerhalb des Feuerwehrdienstes veranstaltete die Abteilung zusammen mit weiteren Vereinen das örtliche Gassenfest und organisierten ein Laternenlaufen für Kinder. Ein Kameradschaftsausflug rundete das Jahr ab.
Zur Abteilung Dünsbach berichtete der stellvertretende Abteilungskommandant Marco Ackermann über fünf Einsätze, darunter einen Flächenbrand nahe der Brettachhöhe. Neben Einsätzen und Übungen beteiligten sich die Dünsbacher Mitglieder intensiv an den Dünsbacher Heimattagen und veranstalteten einen Feuerwehrfasching. Die Abteilung Gerabronn unter Matthias Trumpp bewältigte 48 Einsätze, darunter eine Personenrettung nach einem Bus-Verkehrsunfall, ein Zimmerbrand in einer Asylbewerberunterkunft sowie einen Wohnhausbrand. Neben dem Einsatzgeschehen prägten auch kameradschaftliche Aktivitäten das Jahr, darunter ein mehrtägiger Ausflug nach Trier, ein Marktplatzfest mit weiteren Vereinen sowie die „Noochkärwe“. Die Abteilung Michelbach an der Heide unter Alexander Düring hob besonders den Abschied von Herbert Düring nach 47 Jahren aktiver Dienstzeit hervor und nahm zudem mit der historischen Feuerwehrspritze am Umzug der Heimattage in Dünsbach teil; außerdem wurde ein erfolgreiches Feuerwehrfestwochenende in Michelbach durchgeführt. Darüber hinaus absolvierte die Abteilung im vergangenen Jahr sieben Einsätze.
Auch die Jugendfeuerwehr unter der Leitung von Rene Voit blickte auf ein aktives Jahr mit zehn Mitgliedern zurück. Seit 2025 ist die Jugendfeuerwehr bei ihren Treffen mit der Jugendfeuerwehr Langenburg vereint, was die interkommunale Zusammenarbeit langfristig stärken soll. Höhepunkte der Jugendlichen waren das Kreiszeltlager, die JF-Challenge des Landkreises, ein Ausflug ins Schenkenseebad, die Anschaffung neuer T-Shirts sowie eine gemeinsame Weihnachtsfeier zum Jahresabschluss. Die Löschzwerge, ebenfalls mit zehn Kindern gut aufgestellt, trafen sich regelmäßig für Teambuilding- und Feuerwehraktivitäten. Außerdem wurde ein Führungswechsel vollzogen, weshalb Ralf Lobpreis nach neun Jahren zum letzten Mal als Kinderfeuerwehrwart auf der Hauptversammlung sprach. Die Altersabteilung unter Axel Donath pflegte ihre Kameradschaft durch monatliche Treffen, ein Jahresessen sowie die Teilnahme am kreisweiten Seniorentreffen.
Im Rahmen der Hauptversammlung wählten die Mitglieder mit Max Dierolf einen weiteren stellvertretenden Kommandanten. Zusammen mit dem stellvertretenden Kommandanten Albert Schöller und Stadtbrandmeister Matthias Trumpp verantwortet er künftig die Leitung der Gesamtfeuerwehr.
In den anschließenden Grußworten dankte die stellvertretende Bürgermeisterin Heidegret Mayer der Feuerwehr ausdrücklich für ihren ehrenamtlichen Einsatz und betonte die hohe Belastung der Einsatzkräfte, die jederzeit für die Gesellschaft bereitstehen. Kreisbrandmeister Joachim Wagner hob die gute Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltung, Gemeinderat und Feuerwehr hervor. Außerdem betonte er, dass die geplante Beschaffung der Drehleiter für Gerabronn ein wichtiger Baustein für die Sicherheit im nördlichen Landkreis ist. Der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbands Alfred Fetzer appellierte daran, die Feuerwehr als politisch neutral zu verstehen, zugleich aber Verantwortung für demokratische Grundwerte in der Gesellschaft zu übernehmen. Abgerundet wurde die Versammlung durch Beiträge von Mia Hollmer, stellvertretende Kreisjugendwartin, sowie Karl Hörner von der Kreisaltersabteilung, die das Engagement der Gerabronner Jugendfeuerwehr und Altersabteilung würdigten.

Im März 2025 unterstützte die Feuerwehr Gerabronn bei einem Wohnhausbrand in Heroldhausen.